voller Klang

Dies ist ein Geschenk von einer Leserin der siebenwochen.me: sie hat das Lied RG 180 für uns gesungen, das vom Fest des Lebens, von Taufe, Neu-Schöpfung und Aufstehen erzählt.

Ein echter Neuanfang

Mk 1, 30 (Bibel in gerechter Sprache)

Die Schwiegermutter des Simon aber lag fiebernd darnieder und sofort erzählten sie ihm von ihr. Er ging zu ihr, ergriff ihre Hand und liess sie aus der Krankheit heraus auferstehen. Da liess das Fieber sie los und wurde wie die anderen eine Nachfolgerin Jesu.

Machen Sie sich das Vergnügen und lesen Sie die Erzählung noch in einer anderen Übersetzung. Die BigS hat hier auf etwas Wert gelegt, was sonst in den Übersetzungen verborgen bleibt: Aufstehen und Auferstehen (etwas, was nur von Jesus ausgesagt wird) ist im Griechischen gar nicht unterschieden. Auf(er)stehung findet als Aufstehen bei verschiedenen Menschen statt, auch hier. So stand diese Frau vermutlich nicht auf, um den Männern bei Tisch zu dienen, sondern um nachzufolgen. Ein echter Neuanfang.

 

Befreiung….

18.4.16

Immer wieder von vorne oder endgültig….?

Nezaket Ekici ist eine deutsch-türkische Künstlerin, die sich hauptsächlich in Performances mit dem Bild der Frau zwischen Christentum und Islam auseinandersetzt. Mehr über Sie findet sich auf ihrer Website: http://www.ekici-art.de/

Bild: private Fotografie aus einem Art-Magazin

und das Leben kehrte zurück

1Kön 17,17 Nach diesen Begebenheiten aber wurde der Sohn der Frau, der Hausherrin, krank, und seine Krankheit wurde immer schwerer, bis kein Atem mehr in ihm war. 18 Da sagte sie zu Elija: Was habe ich mit dir zu schaffen, Gottesmann? Du bist zu mir gekommen, um an meine Schuld zu erinnern und um meinen Sohn zu töten! 19 Er aber sagte zu ihr: Gib mir deinen Sohn. Und er nahm ihn aus ihrem Schoss, trug ihn hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Lager. 20 Und er rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, hast du auch über diese Witwe, bei der ich zu Gast bin, Unheil beschlossen, dass du ihren Sohn tötest? 21 Dann beugte er sich dreimal über das Kind, rief zum HERRN und sprach: HERR, mein Gott, lass doch das Leben zurückkehren in dieses Kind! 22 Und der HERR hörte auf die Stimme Elijas, und das Leben kehrte zurück in das Kind, und es wurde wieder lebendig. 23 Und Elija nahm das Kind und brachte es vom Obergemach hinab in das Haus und gab es seiner Mutter. Und Elija sprach: Sieh, dein Sohn lebt. 24 Da sagte die Frau zu Elija: Nun weiss ich, dass du ein Gottesmann bist und dass das Wort des HERRN in deinem Mund wahr ist.

Schon das erste Testament kennt den Aufstand für das Leben: Elija fordert Gott heraus, für das Leben einzustehen und wird so zum Vorbild, auf das Jesus sich viel später beziehen kann.

So würde ich gern Gott herausfordern…

Meine Macht, und mein Heil und meine Suche

Für zwei SprecherInnen

GOTT ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.

Wir sind auf der Suche
nach der Kraft,
die uns aus den Häusern
aus den zu engen Schuhen
und aus den Gräbern treibt.

GOTT ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil
Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten.

Aufstehen und
mich dem Leben in die Arme werfen –
nicht erst am jüngsten Tag,

Man singt mit Freuden vom Sieg in den Hütten der Gerechten.
Ich werde nicht sterben, sondern leben,

nicht erst, wenn es nichts mehr kostet
und niemandem mehr weh tut.

Ich werde nicht sterben, sondern leben.
Dies ist der Tag, den GOTT macht.

Sich ausstrecken nach allem,
was noch aussteht,
und nicht nur dem Zugebilligten.

Dies ist der Tag, den GOTT macht;
Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein!

Uns erwartet das Leben.
Wann, wenn nicht jetzt?

Lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein!
Du bist mein Gott, und ich danke dir;
mein Gott, ich will dich preisen.

Diese Textcollage besteht aus Psalm 118 und dem Gedicht Luzia Sutter Rehmann „Wir sind auf der Suche“ (Aus: Sich dem Leben in die Arme werfen. Auerstehungserfahrungen, hrsg. von L. Sutter Rehmann, S. Bieberstein und U. Metternich, S. 9)

Gefunden haben wir sie bei: Thomas Hirsch-Hüffel, Gottesdienstinstitut Nordkirche, www.gottesdienstinstitut-nordkirche.de

 

neu sehen?

15.4.16_Fra Angelico

 

http://kath-zdw.ch/forum/index.php?topic=1497.0

Dieser „Christus im Osterei“ bewegt mich, seit ich ihn zum ersten Mal gesehen habe: die Frauen schauen in Richtung Grab und Tod, der Engel weist auf den Lebendigen, der alles zu umfassen, einzuschliessen scheint. Wann werden die Frauen es merken, neu anfangen, die Richtung wechseln?

Den Stein wegnehmen

Joh 11, 35 Jesus weinte.  36 Da sagten die Juden: Seht, wie lieb er ihn gehabt hat! 37 Einige von ihnen aber sagten: Konnte er, der dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht auch machen, dass dieser nicht stirbt?  38 Jesus nun, von neuem zutiefst empört, kommt zum Grab. Es war eine Höhle, und davor lag ein Stein. 39 Jesus spricht: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagt zu ihm: Herr, er stinkt schon, denn er ist vier Tage tot. 40 Jesus sagt zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?  41 Da nahmen sie den Stein weg. Jesus aber hob seine Augen auf und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. 42 Ich wusste, dass du mich allezeit erhörst, jedoch um des Volkes willen, das da ringsum steht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. 43 Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! 44 Der Tote kam heraus; seine Füsse und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweisstuch bedeckt. Jesus sagt zu ihnen: Befreit ihn und lasst ihn gehen!

Jesus trauert und weint um den brüderlichen Freund. Daraus wächst der Impuls zum Aufstand gegen den Tod. Auch Martha steht gegen den Tod auf. Und diejenigen, die den Stein vom Grab nehmen. Bis sogar der Tote gegen den Tod aufstehen kann und von den Umstehenden aus den Fesseln befreit wird.

dazu: http://blogos-haha.blogspot.ch/2015/01/logosha-ha-laughing-logos.html

Einen anderen Glanz

Einen anderen Glanz hat die Sonne.
Einen anderen Glanz hat der Mond.

Einen anderen Glanz hat das Hochhaus.
Einen anderen Glanz hat die Katze auf ihrem Sprung durchs Laub.

Einen anderen Glanz hast du.
Einen anderen Glanz habe ich.

So auch die Auferstehung der Toten.
So auch die Auferstehung der Lebenden:

Glänze, liebe Freundin.
Glänze, weinender Bruder.

http://frauauge.blogspot.ch/2011/11/1-korinther-15-remixed.html?q=ostern

 

Aufstehen zur Lebendigkeit

Lk 7, 11 Und danach geschah es, dass er in eine Stadt mit Namen Nain zog; und seine Jünger und viel Volk zogen mit ihm. 12 Als er sich dem Stadttor näherte, da wurde gerade ein Toter herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und die war Witwe. Und eine stattliche Zahl von Leuten aus der Stadt war bei ihr. 13 Und als der Herr sie sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! 14 Und er trat zur Bahre und fasste ihn an. Da blieben die Träger stehen, und er sprach: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf! 15 Und der Tote richtete sich auf und begann zu reden. Und er gab ihn seiner Mutter wieder. 16 Furcht ergriff alle, und sie priesen Gott und sagten: Ein grosser Prophet ist erweckt worden unter uns, und: Gott hat sich seines Volkes angenommen. 17 Und die Kunde von ihm verbreitete sich in ganz Judäa und in der ganzen Umgebung.

Neben dem Auferweckten steht auch seine Mutter zu neuer Lebendigkeit auf – und das wirkt sich auf das ganze Volk aus: wo das Bewusstsein da ist, dass Gott sich der Menschen annimmt, wächst Kraft zum Aufstehen.

Und auf einmal

und auf einmal

wandelt sich alles
klart der himmel auf
und der schmerz ist einfach gegangen

die musik spielt
die tänzer/innen wirbeln im kreis
und du atmest tief ein
und aus

weil du weißt
ja
es ist vollbracht
in dieser sekunde

JETZT
kannst du aussteigen aus dem kreislauf
nicht indem du weggehst
sondern indem du dich erhebst

die tücher fallen lässt
den stein wegrollst
den totengeruch abstreifst
und auch den körper
diesen leidigen leidenden

und auferstehst
hinein in diesen neuen leib
in dieses grosse ganze
in dieses unermessliche gehaltensein

….
worauf wartest du noch?

ostern 2016/ruth eberle

Diesen tollen Ostertext samt dem Bild dazu haben wir als Leihgabe von Ruth Eberle bekommen und freuen uns dran. In unserem Kalender ist Platz für drei weitere Beiträge von euch. Habt ihr Lust, auch hier  zu erscheinen? Schreibt uns an unsere Email  euren „neu anfangen“-Text, poetisch, praktisch, prosaisch, wie es euch liegt. Drei suchen wir aus und nehmen sie auf! Wir sind gespannt auf eure Beiträge!

11.4.16