Genesis 2.0

Seit dem 8. November läuft in den Deutschschweizer Kinos der Dokumentarfilm GENESIS 2.0 von Christian Frei.
Der Film verbindet die Suche nach Mammutüberresten in Sibirien mit Einblicken in ein Labor, in dem versucht wird, aus den Mammutknochen DNA zu isolieren und Mammuts über das Klonverfahren wieder zum Leben zu erwecken.
Frei geht in seinem Film aber über das Klonen von ausgestorbenen Tierarten hinaus, wenn er die neueren Gentechnologie porträtiert und dabei dokumentiert, wie in der Wissenschaftswelt gefragt, gedacht und experimentiert wird. Nachwuchsforscher in Kalifornien und China sind überzeugt, dass sie in Zukunft nicht nur DNA rekonstruieren, sondern auch die Baupläne des Lebens selber schreiben werden.
Der Film deckt die ethischen Fragestellungen rund um die Genforschung auf und skizziert die möglichen negativen Folgen für die Zukunft. «Gottes Wort ist noch nicht perfekt. Aber wenn wir zusammenarbeiten, können wir Gott perfekt machen.» Dieser Satz des chinesischen Wissenschaftlers Yang Huanming lässt einen mit einem mulmigen Gefühl zurück. «Der Traum der perfekten Gesellschaft in der alles Unperfekte, alles Störende, alles ausserhalb der Norm weggemacht wird, das ist purer Faschismus», sagt der Regisseur Frei. Ohne die Wissenschaft grundsätzlich an den Pranger zu stellen, stellt Freis Film die Frage, wo die Grenze des ethisch Vertretbaren erreicht ist.
GENESIS 2.0 Trailer
GENESIS 2.0 Wikipedia
GENESIS 2.0 Swiss Films

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