Hoffnung auf Neues

Das Prinzip Hoffnung

In seinem Buch «Prinzip Hoffnung» schreibt der jüdische Philosoph Ernst Bloch sinngemäss, dass nach dem Schrecken des zweiten Weltkrieges zu hoffen die anstehende Arbeit ist. Der Mensch, der diese Arbeit anpackt und Hoffnung lernen will, lenkt seinen Blick weg vom Scheitern und ist «verliebt ins Gelingen».

Religion hat seit jeher die Funktion, Menschen bei diesem Wechsel der Blickrichtung zu helfen. Religion hilft, Sprache zu finden für das, was aus Gottes Zukunft heraus Gegenwart werden kann. In Krisensituationen ist diese Zukunft nicht aus dem, was erlebt wird, ableitbar. Es braucht «etwas», das von aussen die destruktiven Muster in Frage stellt und sie ablösen kann. Visionäre Gedanken aus den Schätzen unserer heiligen Schriften können dies leisten, und mit Gott haben wir einen an unserer Seite, der durch alle Widerstände hindurch ins Gelingen verliebt bleibt, wie es zum Beispiel in einem Kanon heisst:

Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht
es hat Hoffnung und Zukunft gebracht.
Es gibt Trost, es gibt Halt
in Bedrängnis Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.

(Text: Hans-Hermann Bittger, Kanon: Joseph Jacobsen (1935))

2 Kommentare

  1. Sonja Glasbrenner · April 13

    Licht und auf das Gute schauen, das ist das eine. Dem Rad in die Speichen fallen ist aber ebenso nötig.
    Nur: Wie viele erkennen, was da eben abläuft? Video von Vera Sharav, Holocaustüberlebende, ist sehr zu empfehlen!

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  2. angelascuol · April 19

    Vielen Dank für den Tipp!

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