Hoffnung auf Neues

Taten statt Hoffnung

In einem emotionalen Appell am WEF 2019 sagte die Klimaaktivistin Greta Thunberg:

Erwachsene sagen immer wieder: Wir sind es den jungen Leuten schuldig, ihnen Hoffnung zu geben. Aber ich will eure Hoffnung nicht. Ich will, dass ihr in Panik geratet, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre.“

Es ist verständlich, dass sich die jungen Klimaaktivist*innen nicht mit billiger Hoffnung abspeisen lassen. Es ist eine Hoffnung von denjenigen, die sie nicht brauchen, weil sie kein Problem haben, für diejenigen, die sie nicht brauchen, weil ihr Problem damit nicht gelöst wird.

Die Paradoxie ist ernst zu nehmen: Wenn diejenigen, die die Welt lenken, ob der drohenden Katastrophe in Panik geraten, beginnen die Verletzlichen zu hoffen, dass sich etwas ändert. Es geht hier nicht um die Hoffnung an sich, sondern um eine paternalistische Haltung gegenüber den drängenden Stimmen der Jungen. Hoffen will in einem gemeinsamen Prozess erarbeitet sein. In Bezug auf die drohenden Klimakatastrophen führt der Weg über das Erschrecken. Das nimmt uns niemand ab.

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