Erde tut sich auf

Fürchte dich nicht!

Die Worte werden zu den Hirten auf dem Feld gesagt und zu Maria, die mit gesellschaftlicher Ächtung rechnen muss, als sie schwanger wird. Von Gen 15,1 bis Offb 1,17 zieht sich die Aufforderung durch die gesamte Bibel und mindestens im ersten Testament wird sie in Situationen hineingesprochen, die wirklich bedrohlich und beängstigend sind, wie auch das Erdbeben, mit dem der Stein von Jesu Grab rollt. Gottes Gegenwart kann furchterregend sein – und so kann niemand Gott sehen ohne zu sterben (Gen 32,23-33; 1Kön 19,11f) .

Doch Gott selbst fordert auf, nicht im Schrecken zu verharren, vielmehr darüber hinauszusehen auf das, was jenseits der Furcht liegt: die Zusage göttlicher Gegenwart, die stärkt und ermächtigt, die erlöst und mit dem Namen eine eigenständige Existenz eröffnet, wird besonders bei Jesaja durch eine Erklärung ergänzt: „Fürchte dich nicht, denn ich…“ und es folgt eine Selbsterklärung Gottes.

Jes 41 10Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir!
Hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!
Ich mache dich stark, ja, ich stehe dir bei!
Ja, ich halte dich mit der rechten Hand meiner Gerechtigkeit!
Jes 43 Fürchte dich nicht,
denn ich habe dich erlöst,
ich habe dich bei deinem Namen gerufen,
du gehörst zu mir.
2Wenn du durch Wasser gehst – ich bin bei dir,
und durch Flüsse – sie überfluten dich nicht.
Wenn du durch Feuer schreitest, wirst du nicht verbrannt,
und die Flamme versengt dich nicht.
3Denn ich, der Herr, bin dein Gott, der Heilige Israels, dein Retter.

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