Feuer

Kohlefeuer

Joh 21,1-8 erzählt, wie die Jünger nach den Ereignissen in Jerusalem in ihren Alltag zurückzukehren versuchen: sie wollen – zunächst erfolglos – fischen. Erst als Jesus dazukommt, machen sie überreichen Fang.

9Als sie nun an Land kamen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf liegen und Brot. 10Jesus sagt zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr gerade gefangen habt. 11Da stieg Simon Petrus aus dem Wasser und zog das Netz an Land, voll von grossen Fischen, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, riss das Netz nicht. 12Jesus sagt zu ihnen: Kommt und esst! Keiner von den Jüngern aber wagte ihn auszuforschen: Wer bist du? Sie wussten ja, dass es der Herr war. 13Jesus kommt und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso den Fisch.

Innere Bilder von einer Lagerfeueridylle entstehen. Schlangenbrot und leicht verkohlte Grillade, Funkenflug und die kühle Morgenluft im Rücken… fast sind die Akkorde einer Gitarre zu hören, zu denen gesungen wird, das Lachen und Kichern…

Oder doch anders? Fürsorglich leuchtet das Kohlefeuer wie ein Leuchtturm und weist den Fischern den Weg ans sichere Ufer, wärmt die durchnässten und verfrorenen Heimkehrenden mit seinen kleiner werdenden Flammen und zu guter Letzt liegt bereits Essen auf der Glut, so dass die erschöpften Menschen sich mit einer warmen Mahlzeit stärken können. Jesus lädt sie alle ein: „Kommt und esst!“ wie in den gemeinsamen Tagen des Unterwegsseins. Er sorgt auf geradezu hausfrauliche Weise für die Menschen, die mit ihm verbunden sind. Das Kohlefeuer weist den Weg vor Ostern zum nachösterlichen Weg und verbindet beide miteinander. Und zugleich scheint alles anders: niemand spricht den auferstandenen Jesus an, der für das leibliche Wohl sorgt.

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