Feuer

Pfingst-Sonntag – Wie der Geist wirkt

Im Lukasevangelium und in der Apostelgeschichte begleitet die Gegenwart des Heiligen Geistes wichtige Wendepunkte im Leben von Einzelnen und der christlichen Gemeinschaften. Die Gruppe derjenigen, auf denen die Geistkraft liegt oder die den Geist wahrnehmen, weitet sich dabei von Mal zu Mal aus.

Hier eine Auswahl:

Bei Jesu Taufe kommt die Geistkraft wie eine Taube auf ihn herab und bei seinem ersten öffentlichen Auftreten liest Jesus aus Jesaja 62,1 «der Geist Gottes liegt auf mir».

Nach dem ersten Aussenden der Jünger und ihren beglückten Berichten über ihren Erfolg, betet Jesus «erfüllt vom heiligen Geist» (Lk 10,17) und dankt, dass sich Gott den einfachen Menschen offenbart hat.

Nach seiner Auferstehung verspricht Jesus: «Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet mit heiligem Geist getauft werden, schon in wenigen Tagen.» (Apg 1,5) Als der Geist dann gegeben wird, nehmen dies alle versammelten Menschen unabhängig von ihrer Herkunft wahr:

2Da entstand auf einmal vom Himmel her ein Brausen, wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt, und erfüllte das ganze Haus, in dem sie sassen; 3und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer, die sich zerteilten, und auf jeden von ihnen liess eine sich nieder.
4Und sie wurden alle erfüllt von heiligem Geist und begannen, in fremden Sprachen zu reden, wie der Geist es ihnen eingab. (Apg 2,2-4)

In der Apostelgeschichte geht diese Ausweitung weiter: Zuerst sind die Apostel in gleicher Weise wie Jesus vom Geist erfüllt (z.B. Apg 4,8), dann die Gemeinde (Apg 4,31) und mit Paulus wird der grösste Gegner der jungen Gemeinde vom Geist erfasst (Apg 9,17).

In Apg 15,8 wird der Kreis nochmals ausgeweitet: Gott hat den Nichtjuden den Geist gegeben. Schaut man über die spektakulären Phänomene von Pfingsten hinaus, dann zeigt sich die Heilige Geistkraft generell in Ereignisse und Erfahrungen, die unerwartet sind. Das Wirken der Ruach (hebräisch für Geist) macht die Gottesgegenwart immer weiter und dehnt sie in alle Dimensionen aus. Gott begegnet im Fremden und Unerwarteten. Die sog. Taufe mit dem Geist bedeutet, sich dieser Grenzen sprengenden Bewegung Gottes anzuvertrauen und selbst ein immer grösseres Herz zu bekommen.

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