Berg

Sendung auf dem Berg

Kommentar zur Zürcher Bibel, tvz 2010, Bd 1, S 203: Der babylonische Sonnengott thront auf dem Weltenberg

Mt 28 16Die elf Jünger aber gingen nach Galiläa, auf den Berg, wohin Jesus sie befohlen hatte. 17Und als sie ihn sahen, warfen sie sich nieder; einige aber zweifelten. 18Und Jesus trat zu ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden.19Geht nun hin und macht alle Völker zu Jüngern: Tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes,20und lehrt sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

Dieser Berg ist ein symbolischer Ort der Gottesbegegnung. Seine geographische Lage oder sein Name spielen keine Rolle, doch die Erinnerung an andere Berge ist von Bedeutung: Gott thront auf dem Berg (Ps 2,6 uö), Gott erscheint auf dem Berg, um Mose die Gesetzestafeln zuhanden des Volkes zu übergeben (Ex 19); die Verklärung Jesu (Mt 17) findet auf einem hohen Berg statt und Jesus hält – so erzählt es das Matthäusevangelium – auf einem Berg seine Bergpredigt (Mt 5-7). Himmel und Erde berühren sich auf einem Berg. Wer einen Berg bestiegen hat, hat eine Anstrengung hinter sich, einen weiten Blick ins Land vor sich und einen unendlich weiten Himmel über sich. Manch eine Person mag sich dort dem Göttlichen besonders nah fühlen! Umgekehrt sind Berge auch von weitherum sichtbar und können so zum Sehnsuchtsort werden.

Und nun bestellt der auferstandene Jesus Christus seine Jünger*innen auf «den Berg», um ihnen dort oben den Auftrag zu geben, sich auf den Weg zu begeben, um seine Botschaft zu allen Menschen zu bringen, sie zu taufen und die Gegenwart Christi bewusst zu vergegenwärtigen. Der Berg hat eine starke Symbolkraft: die Jünger*innen werden in alle Himmelsrichtungen ausgesendet, damit sich die Botschaft vom Reich Gottes über die ganze Welt ergiessen kann. Die Jünger*innen werden dafür mit allem ausgestattet, was sie zur Erfüllung des Auftrags brauchen: «Siehe ich bin bei euch».

Ein weiterer Horizont ist kaum vorstellbar!

Leiblichkeit

Lord of the Dance

Der englische Songschreiber Sidney Carter schrieb 1963 das Lied „Lord of the Dance“. Die irische Volksliedmusik, mit der er den Text intonierte, animiert, in Bewegung zu kommen und den Tag mit einem Tanz zu beginnen:

Übersetzung

Carter war teilweise inspiriert von Jesus, aber auch von einer hinduistischen Statue des tanzenden Shiva, welche auf seinem Schreibtisch stand. Er sagte später: «Ich dachte nicht, dass die Kirchen es lieben würden. Ich dachte, viele Leute würden es ziemlich abgehoben finden, möglicherweise häretisch und sowieso kaum christlich. Aber offensichtlich haben die Leute es gesungen und ich habe ohne es zu wissen, etwas berührt.» (Übersetzung aufgrund von Lord of the Dance)

Leiblichkeit

Auferstehungsleib

Paulus ist Jesus zu seinen Lebzeiten nie begegnet. Darum reiht sich der Apostel selbst erst als Letzter in die Reihe derjenigen ein, denen Jesus nach der Auferstehung erschienen ist (1 Kor 15,8). Nach Apg 9 ist er sogar der erste nachpfingstliche Zeuge der Auferstehung. Paulus erlebt den Auferstanden in Licht und Stimme, die leibliche Dimension fehlt. Das verbindet ihn mit denjenigen, die seine Briefe lesen: Niemand von ihnen hat Jesus gesehen, keiner war bei den Erscheinungen zwischen Ostern und Himmelfahrt dabei und alle haben die Schwierigkeit, dass sie zwar glauben, aber die eigenen Erfahrungen hinter den Berichten der ersten Generation zurückbleiben.

Diese Umstände drücken sich auch in Paulus’ Art aus, über die Auferstehung zu reden. Während die erste Generation der Jüngerinnen und Jünger die Kontinuität des Lebens von Jesus betonte – er lebt! – ringt Paulus mit der Gemeinde in Korinth um die Glaubwürdigkeit der Berichte. Gibt es eine Auferstehung? Wäre das Christentum noch glaubwürdig, wenn man belegen könnte, dass es keine gibt?

Paulus hat nur seine eigene Erfahrung mit dem Auferstandenen und die Berichte der Apostelinnen und Apostel, was natürlich kein Beweis ist. Er weiss das. Aber etwas Anderes hat er nicht.

Ebenso lässt er sich nicht dazu hinreissen, allzu genau zu beschreiben, wie der Auferstehungsleib aussehen wird:

35Aber – so wird einer fragen: Wie werden denn die Toten auferweckt? In was für einem Leib werden sie kommen? 36Du Tor! Was du säst, wird nicht zum Leben erweckt, wenn es nicht stirbt.
37Und was säst du? Nicht den zukünftigen Leib säst du, sondern ein nacktes Korn, ein Weizenkorn etwa oder ein anderes Korn. 38Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, jedem Samen seinen besonderen Leib. (1Kor 15,35-38)

Seine Botschaft ist also kurz gefasst: Ihr werdet es selbst erfahren. Wie? Ich weiss es nicht. Aber ich bin sicher, dass es so ist.

Leiblichkeit

Sehen und Glauben

Joh 20 29Jesus sagt zu ihm: Du glaubst, weil du mich gesehen hast. Selig, die nicht mehr sehen und glauben!

Im gestrigen Beitrag war von Thomas, dem Jünger, die Rede, der zunächst be-greifen will und dann den Auferstandenen als «Gott» bekennt. Insofern trägt er den Beinamen «der Ungläubige» zu Unrecht.

Jesu Antwort auf dieses Thomas-Bekenntnis weitet den Kreis der potenziell Glaubenden nun radikal aus: nicht nur die Jünger*innen, die den Auferstandenen mit eigenen Augen gesehen haben, sind zum Glauben fähig, sondern ebenso alle, die Jesus nie gesehen haben und einzig dem Auferstehungs-Zeugnis der Jünger*innen glauben. Der auferstandene Jesus – wie das Johannesevangelium ihn beschreibt – zeigt neben dem offensichtlichen Weg zum Glauben zu kommen noch einen weiteren Weg auf: vertrauend auf die Verkündigung der Augenzeugen kann ebenfalls Glauben wachsen! Man braucht also in der Antwort Jesu keine Kritik oder Zurückweisung zu lesen, sondern die Ausbreitung des Glaubens über Zeit und Raum hinweg.

Leiblichkeit

Thomas

Rembrandt: Der ungläubige Thomas

Joh 20 24Thomas aber, einer der Zwölf, der auch Didymus genannt wird, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. 25Da sagten die anderen Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sagte zu ihnen: Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und nicht meinen Finger in das Mal der Nägel und meine Hand in seine Seite legen kann, werde ich nicht glauben. 26Nach acht Tagen waren seine Jünger wieder drinnen, und Thomas war mit ihnen. Jesus kam, obwohl die Türen verschlossen waren, und er trat in ihre Mitte und sprach: Friede sei mit euch! 27Dann sagt er zu Thomas: Leg deinen Finger hierher und schau meine Hände an, und streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig! 28Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 

„Ich glaube nur, was ich sehe“ ist eine weit verbreitete Lebenshaltung. Deshalb ist es wohl auch so schwer sich vorzustellen, wieviel Strom für Internet, digitale Clouds, Mobilephons und permanente Vernetzung benötigt wird; darum ist schwer vorstellbar, wie schädlich der CO₂-Ausstoss ist – und selbst Bilder von Elend, Pandemie, Krieg und Umweltverschmutzung genügen meist nicht, damit die Botschaft ankommt. Und selbst Liebe braucht die kleinen Zeichen der Verbundenheit um erfahrbar zu werden. Der Mensch ist ein haptisches Wesen, das be-greifen muss, um zu verstehen. Anfassen, berühren, befühlen, mit der Zunge schmecken lassen die Welt wirklich werden.

Thomas ist da nicht anders als wir modernen Menschen. Auch er ist gewohnt, seine Hände zu brauchen, um zu be-greifen. Doch als sich ihm die Gelegenheit bietet, verzichtet er auf die Berührung und verlässt sich auf den Augenschein: Der Text berichtet nicht, dass Thomas die Wundmale der Kreuzigung wirklich berührt hätte. Schreckt er davor zurück, durch die Berührung der offenen Wunde Jesus Schmerz zu bereiten? Die meisten Bilder der Kunstgeschichte sind da weniger skrupulös als der Bibeltext. Eine der Ausnahmen ist das Bild von Rembrandt. Das Bekenntnis des Thomas zum Auferstandenen Christus reicht weiter als je ein Bekenntnis vorher: „Mein Herr und mein Gott!“ Hier, im Johannesevangelium, wird Jesus Christus zum ersten Mal in der Bibel als Gott verstanden und bekannt.

Leiblichkeit

Unsere Füsse

Foto: François Baer, Zürich

Sorgen wir gut für unsere Füsse? Bedanken wir uns bei ihnen regelmässig dafür, dass sie uns tagein-tagaus tragen, manchmal auch in unbequemen Schuhen und schwierigen Haltungen?

Ein befreundeter Körpertherapeut sagte einmal, die wenigsten Menschen hätten überhaupt eine Beziehung zu ihren Füssen und so würden diese rasch aus dem Blick geraten und vergessen, wenn es darum geht, sich und dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun.

Mögen wir unsere Füsse? Kennen wir ihre Besonderheiten?
Wann sind wir das letzte Mal barfuss gegangen?
Wer berührt unsere Füsse?
Kommen unsre Füsse in den Genuss eines wohltuenden Fussbades? Oder einer Massage?
Mit welchem (biblischen) Satz ehren Sie Ihre Füsse?

Hier eine kleine Auswahl zum Nachlesen: Gen 30,30; Ps 31,9; Ps 91,12; Ps 119,105; Jes 52,7; Mt 10,14; Lk 1,79; Joh 13,14; 1Kor 12,15; und mehr…

Leiblichkeit

Auf eigene Füsse gestellt

Mt 28 10Da sagt Jesus zu ihnen [den Frauen am Grab]: Fürchtet euch nicht!
Geht und sagt meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen, dort werden sie mich sehen.

„Geht!“

Der auferstandene Jesus fordert die Frauen auf, sich auf den Weg zu machen. Sie sollen zum Jünger*innen-Kreis gehen und diese ebenfalls zum Gehen animieren. Sie sollen «auf eigenen Füssen stehen» und andere ebenfalls dazu einladen.

Ein Guru würde seinen Kreis möglichst eng an sich binden, Jesus gibt die Menschen frei und ermächtigt sie dadurch, erwachsen werden zu können und die Verantwortung für ihr Leben selbst zu übernehmen. Doch gerade in dieser Freiheit liegt eine Verbundenheit, die weit über das Körperliche hinausweist und dadurch eine spirituelle Dimension bekommt: jede und jeder geht aufgerichtet, selbstbewusst und mit Gott verbunden durch das eigene Leben und durch diese Welt. Darum ist es so wichtig, in Gang zu kommen, das eigene Leben unter die Füsse zu nehmen und sich dadurch mit der ganzen Schöpfung verbinden zu können. In der Zeit seines öffentlichen Auftretens war Jesus wohl nicht zufällig als Wanderprediger, also zu Fuss unterwegs. Und sein engster Kreis begleitete ihn.

Nun sollen sie nicht erstarren, nicht stehen bleiben, sondern weiter gehen, und wenn es der Weg zurück nach Galiläa ist: «Geht!» – «Sie sollen gehen.» Dieses Gehen hat einen Zweck: er dient – wie in Jesu Wanderjahren – der Verkündigung, die auf Erfahrung beruht. Auch das gehört zum Erwachsenwerden dazu, dass man weiss, wohin und wozu man geht. In Galiläa will Jesus die Jünger*innen treffen, sie mit der Erfahrung der Auferstehung ausstatten, damit sie seine Verkündigung weiterführen. So gibt er den Stab der Verkündigung an seinen engsten Kreis weiter.

Leiblichkeit

Den Auferstandenen berühren

Mt 28 9Und siehe da: Jesus kam ihnen entgegen und sprach: Seid gegrüsst! Sie [die Frauen] gingen auf ihn zu, umfassten seine Füsse und warfen sich vor ihm nieder. 10Da sagt Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen sollen, dort werden sie mich sehen.

Soeben haben die Frauen von den Gottesboten erfahren, dass Jesus auferstanden sei. Sie wurden beauftragt, als Botinnen diese Nachricht weiter zu verbreiten. Da begegnen sie dem Auferstandenen selbst – und werden dadurch zu Apostelinnen. Sie reagieren in dieser vollkommen unerwarteten Situation sehr körperlich, physisch und – konventionell-ritualisiert: sie werfen sich vor dem auferstandenen Christus nieder, was einer Königshuldigung entspricht, und berühren mit ihren Händen seine Füsse. Das ist einerseits eine Geste der Selbstunterwerfung und zugleich sehr sinnlich, ja fast erotisch.

Diese Szene lässt an eine andere Erzählung denken: Mt 26,6-13 erzählt von einer unbekannten Frau, die Jesus überraschend die Füsse salbt. Jesus kommentiert diese intime Geste mit der Bemerkung, sie habe das «für sein Begräbnis getan». Und tatsächlich: nach dem Tod Jesu gibt es keine Gelegenheit mehr, ihn rituell zu salben, denn er ist bereits auferstanden.

Dass die Frauen am Grab mit dem Festhalten der Füsse Jesus Christus auch festhalten, zum Stehenbleiben nötigen und am Weitergehen hindern, ist ihnen vielleicht gar nicht bewusst. Ist es nicht witzig, dass der so gefangene Christus die Frauen – im selben Augenblick als er trotz und gerade wegen des neuen Lebens am Gehen gehindert – auffordert, zu gehen?

Essen

Einsetzungsworte

1Kor 1123Ich habe nämlich vom Herrn empfangen, was ich auch an euch weitergegeben habe: Der Herr, Jesus, nahm in der Nacht, da er ausgeliefert wurde, Brot, 24dankte, brach es und sprach: Dies ist mein Leib für euch. Das tut zu meinem Gedächtnis. 25Ebenso nahm er nach dem Essen den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.

  • «Jesus nahm Brot» Jeden Tag seines Lebens hat Jesus wohl das Brot genommen, dafür gedankt, es geteilt und weitergegeben. Viele Menschen haben das miterlebt als Gäste Gottes. In dieser Hinsicht ist an dem sogenannt «letzten Mahl» nichts Aussergewöhnliches.
  • «Dies ist mein Leib für euch.» Das Wort erinnert an das Bild vom einen Leib mit den vielen Gliedern (Röm 12,4f; 1Kor 12,12-27) oder an das Brot-Wort (Joh 6,35.50). Beides sind vitale Lebensbilder der Gemeinschaft und Verbundenheit, sind Ausdruck der unauflöslichen Zusammengehörigkeit. Beim Wort genommen steht nichts von einem Selbstopfer da. Einzig das Lukas-Evangelium (Lk 22,19) deutet diese Worte ergänzend mit «der für Euch gegeben wird» – doch nur die davon abgeleitete Deutung als Opfer hat sich tief in das Bewusstsein der Kirchen eingegraben.
  • «Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut.» Gott schliesst einen um den anderen Bund mit seinen Menschen und erneuert mit jedem neuen Bund alle vorherigen. Ein Bund ist ein Vertrag auf Augenhöhe, auch wenn die christliche Theologie jeweils gern ein Gefälle zwischen den Bundespartners behauptet. Mit seinen Worten erinnert Jesus jedoch an den Bundesschluss am Sinai: «Seht, das ist das Blut des Bundes, den der Herr mit euch geschlossen hat, mit all diesen Worten» (Ex 24,8) und natürlich an die Nacht des Auszugs aus Ägypten (Ex 12): Blut ist Lebenssymbol und wird zum Zeichen der Verbundenheit mit Gott, mit dem Leben bewahrt wird. So passt die Assoziation von Blutsverwandtschaft oder Blutbrüderschaft besser zu den Einsetzungsworten als ein Opfergedanke.

Das tut zu meinem Gedächtnis.“ Wie vergegenwärtigen sich Christ*innen die lebendige Präsenz von Jesus besser als im gemeinsamen Mahl? Brot und Becher zu teilen, ist ein Symbol der Zugehörigkeit zu Christus und damit auch untereinander. Dieses Gedächtnis sollte ein Freudenfest sein und keine leidende Trauerveranstaltung. Es gilt, das Gedächtnis an den Lebendigen aufrecht zu erhalten, durch Tod und Auferstehung hindurch!

Essen

Brot brechen

Lk 24 (Zwei Jünger sind nach Jesu Tod auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus. Jesus gesellt sich unerkannt dazu) 28Und sie näherten sich dem Dorf, wohin sie unterwegs waren, und er tat so, als wolle er weitergehen. 29Doch sie bedrängten ihn und sagten: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich schon geneigt. Und er ging hinein und blieb bei ihnen. 30Und es geschah, als er sich mit ihnen zu Tisch gesetzt hatte, dass er das Brot nahm, den Lobpreis sprach, es brach und ihnen gab. 31Da wurden ihnen die Augen aufgetan, und sie erkannten ihn. Und schon war er nicht mehr zu sehen.

Aus den Händen die ein frisch gebackenes Brot brechen

Es ist die Aufgabe des Hausherrn, das Brot zu teilen. Wohin Jesus auch kam und kommt, teilt er das Brot stellvertretend für den göttlichen Vater, dem eigentlichen Gastgeber jeder Mahlzeit. Oft genug konnten die beiden Jünger Jesus zu seinen Lebzeiten beobachten, wie er das Brot teilte. An der Art, wie eine Person ein Brot teilt, ist sie zu erkennen: respektvoll, andächtig, gierig, routiniert, dankbar, skeptisch, erwartungsvoll.